Abschied des Vorstandsvorsitzenden - Kai Kiehn

Liebe Alumni, 

nach knapp sieben Jahren als Vorsitzender des Alumni Vereins, ist jetzt die Zeit des Abschieds gekommen. Die Universität Hamburg möchte die Alumni Aktivitäten enger an das Präsidium binden und zu diesem Zweck eine eigene Stabsstelle schaffen. Auch der Alumni Verein und der Vorstand sollen eine neue, professionellere Prägung erhalten. Idealerweise wird dieser Prozess bereits unter neuer Führung initiiert, weshalb ich von meinem Amt zurückgetreten bin. Die Position des Vorsitzenden kann somit kommissarisch und satzungskonform neu besetzt werden. Der neue Vorstand wird die geplanten Änderungen dann voraussichtlich auf der nächsten Mitglieder-versammlung, die Anfang Juni stattfinden soll, vorstellen.

Für mich war das Amt eine bereichernde Erfahrung. Bereits während meines Studiums habe ich die positive Kraft von Netzwerken erlebt und bin nun seit mehr als 13 Jahren im Bereich Alumni engagiert. Im April 2009 folgte ich aus Überzeugung dem Ruf der Universität zur Gründung eines Alumni Rates und habe am 12.05.2009 die Moderation der XING Gruppe übernommen. Bereits am 15.07.2009 habe ich den ersten Alumni Zirkel organisiert. Manfred Carl hat damals das Thema „Liquiditätsbeschaffung für kleinere Unternehmen“ moderiert, ohne genau zu wissen, worauf er sich einlässt. Das war mutig. Seitdem gibt es die interdisziplinären Alumni Zirkel in wöchentlicher Form mit einer thematischen Spannbreite von Sprachentwicklung bis zu Exoplaneten.

Viele weitere Formate haben wir ausprobiert, umgesetzt und manchmal auch wieder verworfen. Am 30.08.2011 haben wir in Kooperation mit dem Präsidenten den Alumni Verein gegründet und heute ist die Alumni Landschaft in Hamburg und an der Universität vielfältiger und bunter denn je. Wir waren in einigen Bereichen Pioniere und haben uns damit auch über Hamburgs Grenzen hinweg einen Namen gemacht. Wir haben mittlerweile hunderte von Alumni Zirkeln veranstaltet und diverse Podiumsdiskussionen mit bekannten Alumni aus Politik und Wirtschaft organisiert. Wir haben ein globales Alumni Netzwerk mit Alumni Botschaftern aufgebaut, die sich aus Überzeugung für die Sache engagieren. Wir haben sportliche und kulturelle Events organisiert und das Alumni Magazin herausgegeben. Wir haben mit unzähligen Absolventen ihren Abschluss gefeiert und akkreditierte Ärztefortbildungen am UKE organisiert. Wir haben diverse wissenschaftliche Kongresse und studentische Projekte gefördert und mehrere Deutschlandstipendien finanziert. Mit insgesamt fünf Universitätsbällen haben wir ein gesellschaftliches Highlight im Geiste der Wissenschaft geschaffen und in Hamburg etabliert. Es gibt sogar einen Alumni Chor, der mehrere öffentliche Konzerte im Jahr anbietet. Das ist eine Bilanz, auf die wir stolz sein können.

Ein Markenzeichen der Universität ist ihre Vielfalt. Das gilt sowohl in fachlicher als auch in menschlicher Hinsicht. Diese Vielfalt habe ich genossen und mich leidenschaftlich für sie eingesetzt. Ich bin dankbar für die vielen interessanten aber auch unterschiedlichen Menschen innerhalb und außerhalb der Universität, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte und die mein Leben bereichert haben. Ich habe viele Menschen getroffen, die sich direkt oder indirekt für die Universität engagieren, häufig aber im Verborgenen bleiben. Das sind Schätze, die es zu bergen gilt, was ich stets versucht habe. Es gab Höhen und Tiefen und nicht immer ist alles nach Wunsch gelaufen. Aber gerade das macht das Erlebte so lebendig.

Unser Alumni Netzwerk umfasst heute etwa 14.000 Alumni und im letzten Jahr hat der Alumni Verein das 1.000ste Mitglied begrüßt. Diese Entwicklung ist ein Meilenstein, den wir uns gemeinsam mit der Universität auch als Ziel gesetzt hatten, der aber im Verhältnis zu vergleichbaren und viel länger bestehenden Vereinen eine außerordentliche Leistung darstellt, auch bundesweit. Der Verein ist mittlerweile erwachsen geworden und es gibt Ansprüche und Entwicklungen, denen ich mit meinem ehrenamtlichen Engagement nicht mehr gerecht werden kann. Daher begrüße ich es, dass die Universität sich jetzt mit einem deutlich größeren Engagement einbringen und die Alumni Arbeit auf die nächste Stufe heben will.

An dieser Stelle möchte ich allen danken, die mich in den letzten Jahren begleitet und das Projekt Alumni unterstützt und möglich gemacht haben. Dazu gehören alle bisherigen Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Geschäftsstelle, alle Zirkelmoderatoren, Projektteams und Eventanbieter, die Vereinsmitglieder und Förderer sowie alle Gäste und Teilnehmer, die unsere Aktivitäten lebendig und zu einem Erfolg gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt Regine Rega-Lindner, die mir die ganze Zeit mit viel Rat und Tat zur Seite stand, Katharina Hellner-Apelt, die das Alumni Netzwerk in den USA aufgebaut hat und Andreas Günther vom HITeC e.V., ohne den wir den Universitätsball nicht hätten umsetzen können.

Ich danke der Universität Hamburg für die Kooperation und das damit verbundene Vertrauen und wünsche ihr für 2019 ein großartiges Jubiläumsfest sowie viel Erfolg bei der aktuellen Exzellenzinitiative. Dem Alumni Verein wünsche ich, dass er unter neuer Führung sein Potenzial noch besser entfalten kann. Das würde mich sehr freuen.

Ich werde dem Verein als Mitglied erhalten bleiben. Wer mit mir in Verbindung bleiben möchte, kann dies sehr gerne über XING, LinkedIn oder facebook tun. Ansonsten bin ich auch unter kaikiehn(at)gmail.com zu erreichen.

Herzliche Grüße und alles Gute
Kai Kiehn

Donnerstag, 22. März 2018

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