Quergespieltes Kalliope

Den Kalliope Universitätstheater e. V. aus Hamburg hat es vor einiger Zeit nach Dresden verschlagen; zu dem ersten deutschen Theaterfestival für Studierende.

Zu quergespielt eingeladen waren nur einige wenige Gruppen. 5 Städte kamen zusammen um voneinander und miteinander zu lernen und sich dann auch zum Vergnügen pro Abend 2 Theaterstücke anzusehen. Aufführende waren die einzelnen Theatergruppen, die mit ihren aktuellen Stücken aus Regensburg, Chemnitz, Halle, Dresden, und natürlich Hamburg angereist waren. Über die 4 Tage des Festivals hinweg durfte jede der Theatergruppen ihr Stück auf der Studiobühne der bühne – so nennt sich das Dresdner Unitheater – in Szene setzen.

Die Stücke und Thematiken waren bunt gemischt, ebenso wie die Menschen, die hinter den Stücken stehen.  Zu Kalliopes Stück gehören 8 Menschen, von denen sieben anreisten. Franziska Vagts und Nele Zydziak, die Die neuen Leiden der Jungen als Adaption des Goethe-Klassikers eigenhändig schrieben und auch die Regie führten, waren dabei. Außerdem Teresa Carrizo, die fleißig bei der Organisation half; Lena Jürgens, die für die Presse und Media zuständig war; Hans Könnecke, der die Musik für das Stück komponierte und einspielte; und die drei Schauspieler Julian Bohm, Felix Krebs und Juliane Berger.

Die neuen Leiden der Jungen feierte bei quergespielt seine Uraufführung, während andere Stücke, die aufgeführt wurden, zum Teil schon ihre Dernière zelebrierten, somit war die Aufführung der Kalliopler (wie sich die Mitglieder des Kalliope Universitätstheaters gerne bezeichnen) schon fast eine Besonderheit. Auch war das Kalliope Universitätstheater das einzige, bei dem die gesamte Produktion des Theaterstückes komplett in der Hand von Studierenden liegt. Andere Theatergruppen engagieren zum Teil professionelle Regisseure oder Theaterpädagogen um einen professionellen Theaterbetrieb zu ermöglichen. Die Kalliopler konnten allerdings mit ihrer Performance glänzen und beweisen, dass professionelles und ansprechendes Theater auch ohne professionellen Beistand möglich sein kann.

Ihre guten Grundkenntnisse über die Vereinsarbeit und den Theaterbetrieb konnte insbesondere der Vorstand von Kalliope (Franziska, Nele und Teresa) dank passender und lehrreicher Workshops ausbauen, sodass weiterem Erfolg vom Kalliope Universitätstheater e. V. auch ja nichts im Wege steht. 

Und so kehrte das Hamburger Universitätstheater mit vielem neuen Wissen, neuen Erfahrungen und vielen neu geknüpften Kontakten in ihre Elbstadt zurück.

Montag, 17. Juli 2017